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Gärtnergold - Was ist Kompost?

Kurz gesagt: Der beste und natürlichste Dünger!

Kompost = Gärtnergold
Kompost = Gärtnergold

 Foto von Sippakorn Yamkasikorn von Pexels.

Wie komme ich darauf?

Der Garten wird gehegt und gepflegt. Dabei ernsten wir die Erzeugnisse im Nutzgarten, schneiden Sträuße für drinnen und was welk, verdorrt oder abgeschnitten wird entsorgen wir. Doch grade letzteres, die Entsorgung, unterbricht einen wichtigen Kreislauf.

 

In der Natur wird dieses Material am Boden zersetzt, es verrottet. Dadurch gelangen die Nährstoffe in den Boden. Die nachwachsenden Pflanzen nehmen diese Wieder auf. Wenn diese verwelken beginnt der Prozess von neuen. Die Natur düngt sich, so kann man es sagen, selbst. Damit alles verrotten kann sind viele Lebewesen, Microorganismen und andere Helferlein im Einsatz. Der Regenwurm, um nur einen zu nennen, frisst sich durch das Material, verdaut es und scheidet es wieder aus. Er lockert das Material während er es gleichzeitig wandelt. Im gut angesetzten Kompost fühlt er sich wohl. Er lebt auch im nährstoffreichen Boden, den er genauso lockert und zur Nährstoffversorgung beiträgt. Je weniger Nährstoffe und Bodenleben vorhanden ist umso weniger Regenwürmer gibt es. Im Schlimmstenfalls sind keine Regenwürmer im Boden, und auch kaum andere nützliche Lebewesen.


Selbsterfahrung

Sehen sie sich mal in der Umgebung um. Gehen Sie z.B. zu einer Baumgruppe/Hecke welche "gut" sauber gehalten wird. Und dann gehen Sie zu einer anderen Baumgruppe/Hecke, an der Verschnitt und abfallendes Laub auf dem Boden bleiben.

Der erste Boden dürfte, je nach Region und üblicher Bodenbeschaffenheit, ähnlich wie Lehm, Sand oder normaler Gartenboden sein. Hier muss mehr oder weniger regelmäßig gedüngt oder anderweitig nachgeholfen werden. 

Der zweite Boden dürfte, zumindest obendrauf, eine feine Humusschicht haben. Im Idealfall ist der Boden Vergleichbar mit guten Waldboden. Der Boden hält gut Feuchtigkeit, ist Nährstoffreich und gut strukturiert. 


Der erste Boden, aus der Beobachtung, ist im vergleich zum zweiten Boden lebloser und pflegeintensiver. Er muss gelockert, gedüngt und mehr gewässert werden. Dies kann verbessert werden, wenn sie dem Boden das zurückgeben was ihm genommen wurde.

Natürlich kann Dünger gekauft werden. Das versorgt den Garten wieder mit Nährstoffen, diese halten aber nur eine gegrenzte Zeit vor. Und der Dünger ändert nichts an der Struktur und dem Feuchteverhalten. 

 

Wer seinem Boden etwas gutes tun will und ihm nachhaltig unterstützen möchte setzt am besten Kompost ein. Dieser ist Nährstoffreich, besitzt eine gute Struktur und steckt voller Bodenlebewesen und Mikroorganismen. Wenn, guter und richtig angesetzter, Kompost regelmäßig einsetzt wird regt dies das Leben im Boden an, verbessert die Bodenstruktur und gibt den Pflanzen alles was sie brauchen. 

Durch diese Bodenverbesserung siedeln sich wieder Regenwürmer und andere Nützlinge im Boden an. Diese lockern den Boden ganz natürlich und versorgen die Pflanzen das gesamte Jahr mit Nährstoffen. 

Damit dies so bleibt sollte Kompost regelmäßig zum Einsatz kommen. Damit schlisst dich der Kreis dauerhaft und der Garten macht noch mehr Freude.

David Falkenberg

Offene Gärten Elbe-Elster-Land

03.09.2020

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